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Vorrunde 2018/2019 - 31.12.2018

Rückblick eines Vorausschauenden

Da der Maestro für einmal nicht die ganze Spielzeit mitwirken konnte und somit keine objektive Sichtweise des Dargebotenen wiedergeben kann, besann er sich eines Begriffes, welcher den graumelierten Herren der obersten Spielkategorie äusserst nahe kommt und zwar der Resilienz:

Der Begriff Resilienz hat sich im Laufe der Zeit gewandelt: Früher bezeichnete Resilienz auch eine spezielle Eigenschaft von Personen, besonders der Mannen im Spätalter, die ihre psychische Gesundheit unter Bedingungen erhielten, unter denen die meisten Menschen zerbrochen wären. In diesem Sinne wurde der Begriff zum Beispiel der Senioren 40+ des FC Embrach. Um ein Herrn des gepflegten Alters als „resilient“ zu definieren, wurden oft Merkmale der Lebensführung miteinbezogen. Häufig wurden etwa gesetzte Herren so bezeichnet, die – trotz Bedingungen wie Koordinationsdefizite oder Kommunikationsschwierigkeiten in der Kindheit – im Erwachsenenalter eine qualifizierte Berufstätigkeit ausübten, nicht mit dem Gesetz in Konflikt kamen und psychisch unauffällig waren. Später wurde die Bedeutung ausgeweitet. Dies ist mit der Erkenntnis verbunden, dass psychische Widerstandsfähigkeit nicht nur in Extremsituationen, sondern immer von Vorteil ist. Heute werden Menschen mit diesem Merkmal allgemein als resilient bezeichnet. Der Begriff wird nun zum Beispiel auch für Menschen verwendet, die mit Belastungen in der Fussballwelt in angemessener Weise umgehen und so ihre psychische Gesundheit erhalten.

Ursprünglich wurde mit Resilienz nur die Stärke eines Menschen bezeichnet, Lebenskrisen wie schwerwiegende nicht Verwertung der Chancen, lang anhaltende Torflauten, Verluste von Spielen oder Ähnliches ohne anhaltende Beeinträchtigung durchzustehen. Diese Verwendung des Wortes ist auch heute noch häufig. So werden zum Beispiel Fussballer als resilient bezeichnet, die in einem sozialen Umfeld aufwachsen, das durch Risikofaktoren, wie zum Beispiel Torarmut, Alkoholkonsum oder wilden Gestikulationen auf dem Rasen, gekennzeichnet ist, und als Erwachsene dennoch zu einer erfolgreichen Lebensführung in der Lage sind. Resiliente Personen haben gelernt, dass sie selbst es sind, die über ihr eigenes Schicksal bestimmen, sogenannte interne Kontrollüberzeugung. Sie vertrauen nicht auf Glück oder Zufall, sondern nehmen den Ball selber an den Fuss und haben ein realistisches Bild von ihren Fähigkeiten. Auch Menschen, die nach einem Trauma, wie etwa Nichtverwertung eines Penaltys, dem plötzlichen Verlust eines Zweikampfes oder dem sogenannten „Tunnelos“ nicht aufgeben, sondern die Fähigkeit entwickeln, weiterzumachen, werden als resilient bezeichnet.

Das negative Gegenstück zur Resilienz wird Vulnerabilität genannt. Vulnerabilität bedeutet, dass jemand besonders leicht durch äußere Einflüsse seelisch zu verletzen ist. Vulnerable Personen neigen besonders stark dazu, psychische Erkrankungen zu entwickeln. Dieses Negativstück spielt zum Glück bei uns absolut keine Rolle, da wir von Selbstvertrauen nur so strotzen, was sich auch im spielerischen resp. in der Tabellenlage wiederspiegelt. Ich bitte die Leserschaft das Internet zu kontaktieren, um sich ob den oberen Zeilen zu vergewissern.

In diesem Sinne wünschen die Senioren 40+ allen ein tolles, erfolgreiches, freudiges, zufriedenes und gesundes Neues Jahr.

Ein Rekonvaleszenter

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